Historie
Zeitleiste
1902
Ende des Jahres 1902
Ende des Jahres 1902 mietete Julius Pollak in Janův Důl Nr. 76 einen größeren Raum und begann dort auf einfachste Weise mit der Herstellung von Backpulver und weiteren Aromazutaten.
1912
Gründung der Firma Haas und Pollak
Vom Erfolg ermutigt, verband sich Julius Pollak 1912 mit dem Kaufmann Eduard Haas aus Linz und beide gründeten die Firma Zaječí závody Haas und Pollak. Von diesem Moment an erweiterten sie das Sortiment und begannen mit der Produktion von Brausepulver und Presszucker.
1923
Zaječí podniky, Inhaber Eduard Haas
1923 schied der Gesellschafter Julius Pollak aus und seither trug der Betrieb den Namen Zaječí podniky, Lebensmittelfabrik, Inhaber Eduard Haas. Der gut geführte Betrieb wuchs schnell, sodass die Produktion Schritt für Schritt erweitert wurde.
1927
Die Marke PEZ entsteht
Die Produktion wurde vor allem um die sogenannten Kompressbonbons erweitert, die Eduard Haas ab 1927 unter der neuen, bis heute international bekannten Marke PEZ herstellte.
1928
Kauf der Fabrik in Liberec
1928 kaufte die Firma das Produktionsgebäude der ehemaligen Riemenfabrik A. E. Friedlander in Liberec, Ruprechtická Straße 32. Dort wurde die maschinelle Fertigung aufgenommen und die technische wie kaufmännische Organisation unter der Firma Lebensmittelfabrik Eduard Haas, Liberec, aufgebaut.
1930
Ausbau der Produktion
Produktion und Sortiment wurden weiter ausgebaut. Die Handverpackung wurde durch Maschinen ersetzt, die aus der Schweiz und aus Deutschland eingeführt wurden. Am umfangreichsten war die Herstellung von Hartkaramellen und Drops, dazu kamen Karamellen, Fondant, Gelee sowie in kleinen Mengen Kompressbonbons, Dragees, Brausepulver, Backpulver, Vanillinzucker, Kaffeeersatz und Einmachmittel.
Mit dem Wachstum der Produktion wurden Gebäude angebaut und erweitert, vor allem entstand ein modernes Kesselhaus. Der Betrieb beschäftigte rund 200 Mitarbeitende und belieferte etwa 13 000 deutsche und 17 000 tschechische Abnehmer.
1945
Nach der Befreiung im Jahr 1945
Nach der Befreiung im Jahr 1945 wurde der Betrieb unter nationale Verwaltung gestellt. Sortiment und Produktionsmenge blieben aufgrund des Maschinenparks in dieser Zeit weitgehend unverändert.
1948
Verstaatlichung und der Betrieb Poživatina
1948 wurde die Firma Haas verstaatlicht. Nach dem Anschluss weiterer kleinerer Betriebe entstand der neue volkseigene Betrieb Poživatina mit Sitz in Liberec und zwölf Werken. Durch Spezialisierung und Konzentration der Produktion blieben schließlich nur drei Werke übrig: Liberec, Chotyně und Dvůr Králové.
1964
LIPO entsteht
Ab 1964 blieb nur noch das Werk in Liberec unter dem Namen LIPO bestehen, einer Abkürzung für Liberecká Poživatina. Es wurde später Teil des Kombinats Čokoládovny, o.p. Prag. Der Betrieb wurde schrittweise ausgebaut, das Sortiment spezialisiert und die Produktion modernisiert.
1992
Čokoládovny a.s. und der Nestlé Konzern
1992 wurde das gesamte Kombinat Čokoládovny, o.p. Prag privatisiert. Es entstand die Aktiengesellschaft Čokoládovny a.s., an der sich Nestlé und BSN, später in Danone umbenannt, beteiligten und zu der auch das Zweigwerk LIPO gehörte.
In den folgenden Jahren wurde die Aktiengesellschaft unter den beiden Hauptaktionären aufgeteilt. Die Division Schokolade und Süßwaren mit dem Werk LIPO ging an den Nestlé Konzern.
2000
Verkauf des Werks und Ankunft von MOCCA
Am 1. August 2000 verkaufte Nestlé Česko das Werk LIPO Liberec an eine neu gegründete Aktiengesellschaft. Das Unternehmen stellte weiterhin Nichtschokoladensüßwaren her, der überwiegende Teil ging auf ausländische Märkte, nicht nur in Europa, sondern etwa auch nach Saudi-Arabien, Kuwait, Jemen, Korea und Australien.
Ende 2005 wurde das Areal an den neuen Eigentümer MOCCA, spol. s r.o. verkauft, ein 1993 gegründetes Unternehmen, dessen Tätigkeit bis dahin vor allem im Rösten und Verpacken von Kaffee bestand.
2006
Ab dem Jahr 2006
Im ersten Halbjahr 2006 wurden die Produktionshallen erneut mit Technologien für die Herstellung von Kompressbonbons und Dragees ausgestattet. Das Unternehmen nahm die Produktion von Nichtschokoladensüßwaren wieder auf, um an die hundertjährige Süßwarentradition der Region anzuknüpfen. Im selben Jahr erhielt es die Qualitätszertifikate IFS und ISO 9001.
2009 begann die Produktion von Schokoladendragees, ein Jahr später kaufte das Unternehmen eine Technologie für Kekse und Waffeln. Beide Produktionen wurden schrittweise beendet und durch neue ersetzt: zuckerfreie Kompressbonbons und seit 2014 eine moderne Linie für extrudiertes Gelee.
Damit begann die umfassende Erneuerung und Modernisierung des Maschinenparks, die Sanierung der Produktionshallen, Lager und angrenzenden Flächen sowie die Einführung eines neuen Informationssystems. Heute ist das Werk weitgehend modernisiert und nutzt moderne Technologien für extrudiertes Gelee sowie das Pressen und Dragieren von Tabletten. Die Produktionskapazitäten gehören bereits heute zu den größten in Europa.
